Die Schlacht 1809
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Die Schlacht bei Deutsch Wagram 1809

Ing. Robert Zatschkowitsch hat 2010 recherchiert und die Rolle Obersiebenbenbrunns sehr detailliert beschrieben: Link: Obersiebenbrunn im Napoleon-Krieg und die Schlacht bei Wagram 1809

Die Rolle Obersiebenbrunns in der Schlacht bei Deutsch Wagram am 6. Juli 1809

Auszug aus dem Buch von Manfred Rauchensteiner, „Die Schlacht bei Deutsch Wagram am 5. und 6. Juli 1809“ (Wien ÖBV, 1983 ISBN: 3-215-02433-0)

In diesem Buch wird von Obersiebenbrunn im Zusammenhang mit der Schlacht berichtet; der zweite Tag der Schlacht, 6. Juli 1809.

„Napoleon hatte seinen rechten Flügel vor allem durch Reiterei verstärkt und Davout ein klares Ziel gesetzt: Sturm auf Markgrafneusiedl und Umfassung des Korps Rosenberg. Der Marschall gliederte sein Korps so um, dass er zwei Divisionen in der Front hatte (Puthod und Gudin) und zwei weitere (Morand und Friant), um Rosenberg in die Flanke zu fallen.“

„Dann schickte Davout seine zahlreiche Kavallerie gegen Obersiebenbrunn vor, damit der Infanterie ein entsprechender Aufmarschraum zur Verfügung stand. Das zwang die Reiterei des österreichischen 4. Korps unter GM Frelich zur Räumung Obersiebenbrunns.“ Zitat: Seite 30

Damit die Franzosen nach Obersiebenbrunn marschieren konnten, überschritten sie bei Leopoldsdorf im Marchfeld den Rußbach.

Also wurde Obersiebenbrunn im Jahr 1809 Aufmarschgebiet und Bereitstellungsraum für die französischen Truppen.

Die Österreicher beobachteten ihre Gegner sehr genau:

„Rosenberg konnte die Bewegungen der Franzosen von der Anhöhe des Wagram aus verfolgen und ahnte auch schon, was da auf ihn zukam. Alles, was er in der Front entbehren konnte, warf er an den Südostausgang von Markgrafneusiedl, um die dort an einem Graben aufgestellten Truppen zu verstärken.“ Zitat: Seite 30

Fünf Bataillone standen an diesem Graben. Die Brigade Mayer, die Infanterie-Regimenter Hoch- und Deutschmeister und Kerpen, nebst zwei Landwehr-Bataillonen. Dahinter wurden die Reste von drei weiteren Infanterie-Regimentern und Landwehr-Bataillone bereitgestellt.

An den äußersten linken Flügel beim Meierhof Siehdichfür beorderte Rosenberg praktisch seine gesamte Kavallerie, die dank der Verstärkung durch die Division FML Nostitz vom Kavallerie-Korps 38 1/2 Eskadronen zählte.

Rosenberg sah den Aufmarsch der Franzosen bei Obersiebenbrunn und sandte zweimal hintereinander Melder zu Erzherzog Carl mit der Bitte um Verstärkung. Es wurde aber keine entsandt.

Der Angriff der Franzosen, ausgehend von Obersiebenbrunn, auf die Front der Österreicher bei Markrafneusiedl zeigte Wirkung:

„Die Divisionen Puthod und Gudin drangen in den Ort ein und konnten erst in unmittelbarer Nähe des ,Alten Turmes' aufgehalten werden. Angriffe, Abwehr, Gegenangriffe und Reiterattacken erfolgten auf engstem Raum. Um den Turm tobte der Nahkampf mit dem Bajonett.“ Zitat: Seite 30

Erzherzog Carl brachte tatsächlich wieder eine neue Schlachtlinie zustande und befahl sogar die Rückeroberung des ,Alten Turmes'.

Im Norden Obersiebenbrunns bahnte sich eine weitere Niederlage der Österreichischen Truppe an:

Carl (Ö) und Davout (F) entschlossen sich etwa gleichzeitig die Entscheidung durch Einsatz der sehr starken Kavallerie zu suchen.

„In der Nähe des Meierhofes Siehdichfür kam es zum größten Reiterkampf der zweitägigen Schlacht. Mit allen Finessen der Kavallerietaktik suchten sich die Eskadronen die Flanken abzugewinnen, in die Masse der Gegner hineinzustoßen und sie niederzusäbeln. Als immer neue Reitermassen der Franzosen attackierten und schließlich die Kürassier-Division Grouchy gegen die bereits ihren Sammel­plätzen zustrebenden und aufgelösten österreichischen Eskadronen anritt, war es nur zu augenscheinlich, daß die Niederlage des Korps Rosenberg nicht mehr aufzuhalten war. Alles Trachten mußte dahin gehen, den Rückzug nach Norden (von Gut Siedichfür nach Gänserndorf oder Strasshof, Anm. der Redaktion) über die Ebene in Ordnung durchzuführen.“ Zitat: Seite 31

Folgendes Dokument wurde uns von Herrn Ing. Robert Zatschkowitsch zur Verfügung gestellt: Das Bild zeigt die Lage der Schlacht am 6. Juli 1809 von 4:00 bis 10:00 Uhr

 

Für den Inhalt verantwortlich:

Mag. Günther Zier, 2283 Obersiebenbrunn, Website: www.g-zier.at
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